Was der Sonnenschein für die Blumen ist, das sind lachende Gesichter für die Menschen (Joseph Addison)

14. September 2017 vom CASA REHA Seniorenpflegeheim Am Klostergarten

Immer wieder lassen wir Blumen für uns sprechen. Sie sind verwurzelt in unserer Sprache, Unangenehmes sagen wir durch die Blume und oft lassen wir unsere blühende Phantasie sprühen. Wenn wir geschützt und geborgen sind, fühlen wir uns wie auf Rosen gebettet, und wenn uns eine Krankheit erwischt hat, dann wissen wir, dass Unkraut einfach nicht vergeht. Und manchmal ist es eben auch so, dass wir trotz aller Bemühungen keinen Blumentopf gewinnen können und daher in den sauren Apfel beißen müssen. Naja, ich gebe zu, das letzte mit dem Apfel passte jetzt nicht ganz. Aber dennoch,  es gibt viele dieser Redensarten, die uns ständig begleiten, vielleicht ohne, dass wir es immer bemerken. Im 18. Jahrhundert wurde die Blumensprache sogar regelrecht zu einer Kunst erhoben. Dort hatte jede Blume ihre eigene Bedeutung. Und aus einem Blumenstrauß wurde gewissermaßen ein Brief, der noch die kleinste Gefühlsregung und Stimmung treffsicher übermittelte – vorausgesetzt, man war dieser Fremdsprache mächtig.

Blumen haben eben ihre eigene, besondere Sprache. Das wissen wir heute immer noch. Auch unsere Bewohner freuen sich, wenn wir einmal pro Woche die frischen Blumen in den Wohnbereichen auf den Tischen verteilen. Und jedes Mal gelingt es diesen Blumen ohne Mühe, wofür wir doch häufig länger brauchen: Die Bewohner fangen an zu lächeln, wenn wir die Vasen mit den frischen Blumen auf den Tisch stellen. Dann kommt schnell ein „Ooh“ oder ein „wie schön!“. Vielleicht liegt es daran, dass die Blume nicht schön sein will, sondern einfach schön ist. So habe ich es mal gelesen. Was auch immer der Grund sein mag – Blumen erhellen die Seele, sie bedeuten ein Lächeln in unserem Alltag. Sie sind ein wunderschönes Geschenk der Natur!