Leicht errötet und ein bisschen schüchtern

03. Juli 2017 vom CASA REHA Seniorenpflegeheim Am Klostergarten

Wir haben sie gehegt und gepflegt, aufgezogen, um sie gebangt, sie betreut und liebevoll „besprochen“. Wir haben sie wachsen und sich von kleinen zarten Seelchen in „handfeste Teenager“  entwickeln sehen, die am Ende nichts dringender wollten, als endlich das viel zu enge Zuhause zu verlassen und raus in die weite Welt zu kommen. Und ich muss schon sagen – wir haben ganze Arbeit geleistet: Unsere Tomatenpflanzen sind inzwischen schon mannshoch, mit kräftigen Blättern, vielen Blüten und auch schon einigen grünen Tomaten.

Doch übers Wochenende ist eine Verwandlung eingetreten. Wie durch Zauberhand hat sich die erste kleine Tomate zu ihrer eigentlichen Lebensaufgabe bekannt und es gewagt,  Farbe zu bekennen. Fast ein wenig schüchtern hängt sie halb versteckt unterhalb der schützenden Blätter und sieht aus, als wäre sie sich nicht so ganz sicher, ob diese Farbe wohl die richtige ist – zumal alle um sie herum immer noch quietschgrün sind.

 

Aber nicht nur bei den Tomaten kommt Farbe und Lebendigkeit rein. Die Auberginen haben zwar noch keine Früchte, dafür sind aber die ersten Blüten da, in einem wunderschönen tiefen Violettton (es wird tatsächlich mit drei „t“ geschrieben) und der warmen gelben Sonne in der Mitte. Wenn man diese Blüten sieht, bekommt man schon eine Ahnung, welche Kraft und welcher Geschmack in den Auberginen stecken werden.

Wir sind sozusagen stolze Eltern, deren Arbeit und Einsatz Früchte tragen. Ach, das fühlt sich richtig gut an!