Kuscheltiere

04. September 2017 vom CASA REHA Seniorenpflegeheim Am Klostergarten

Als ich Kuscheltiere und Puppen das erste Mal in den Betten oder auf den Rollatoren einiger Bewohner gesehen hatte, dachte ich, es sei altersbedingt. Eine mögliche Erklärung war für mich, dass die alten Menschen Trost und etwas Geborgenheit in den kleinen „Mitbewohnern“ fänden.

  

Doch das war zu kurz gegriffen! Bei Kindern hilft der Teddy, Trennungsängste zu lindern, er tröstet und gibt Halt, wenn Papa wieder schimpft und Mama etwas nicht erlaubt. Doch auch im Erwachsenenalter kann der Teddy ein Begleiter sein: Die wenigsten Menschen geben es öffentlich zu, aber erstaunlich viele Erwachsene teilen das Bett mit ihren Kuscheltieren. Jeder siebte Erwachsene verreist sogar mit seinem Kuscheltier, wie eine repräsentative GfK-Umfrage bei 1100 Deutschen ergeben hat. Denn für die meisten – auch das ergab die Umfrage – ist das Kuscheltier Glücksbringer. Andere können ohne Gefährten nicht einschlafen oder fühlen sich mit weniger alleine. Einige Befragte gaben zu, mit dem flauschigen Wesen ein Foto am Reiseziel machen zu wollen.

Offensichtlich ändert sich nicht viel – egal, ob wir 5, 50 oder 80 Jahre alt sind. Wir sind und bleiben Kinder in unseren Herzen.