Ausflug nach Augsburg

19. Juli 2017 vom CASA REHA Seniorenpflegeheim Am Klostergarten

Er war von langer Hand vorbereitet worden, viele Fragen wurden im Vorfeld geklärt, viele Eventualitäten in Erwägung gezogen, damit auf jeden Fall alles gut läuft. Und dann war er da, der Tag des Ausflugs. Das Ziel war der Augsburger Zoo. Pünktlich morgens um 09:30 Uhr fuhren wir vom CasaReha-Seniorenheim fort, in zwei Bussen und einem Kleinwagen.

   

Petrus war uns gnädig und ließ – nach einigen Tagen Regenwetter vorher – am Ausflugstag die Sonne für uns scheinen. Für mich war es der erste Besuch in diesem Zoo und ich war überrascht, dass an einem Wochentag der Parkplatz schon so gut wie voll war und bereits so viele Menschen vor dem Eingang auf Einlass warteten.

Nachdem sich alle Bewohner und Begleiter vor dem Eingang versammelt hatten, konnte es dann auch schon bald losgehen. Gleich zu Beginn waren die Ahs und Ohs zu hören, denn die ersten Gehege mit den verschiedenen Tieren ließen nicht lange auf sich warten. Und so schlenderten wir ganz gemütlich durch das Gelände, staunten hier, schauten da, ließen uns Zeit und vergnügten uns dabei, die Tiere zu beobachten.

Dies machte jeder auf seine ganz eigene Art. Manche Bewohner schauten lieber von der Ferne aus sich die Tiere an, andere beugten sich so weit wie möglich über die Absperrungen, manche stellten Fragen, andere genossen stillschweigend.

   

Von der Küche waren wir reichlich versorgt worden mit verschieden belegten Brötchen, Obst und Getränken. Und in der Pause wurde dann auch ordentlich zugelangt. Jeder freute sich über ein leckeres Käse- oder Wurstbrötchen mit Salat, über einen Apfel oder eine Nektarine und über einen guten Schluck Wasser.

Als ich auf dem Rückweg darüber nachdachte, welches der Tiere mich am meisten beeindruckt hatte, so hatte ich sofort das Bild der Nashörner vor Augen, diesen riesigen, urgewaltigen Tieren, die wie aus einer anderen Zeit kommend wirken, mit ihren wuchtigen Hörnern und den dicken Körperfalten. Ich war dann doch recht froh, dass es einen Graben zwischen ihnen und uns gab. So faszinierend sie auch sind, ich empfand auch sehr viel Respekt vor ihrer Stärke und Schnelligkeit, die sie trotz ihres massigen Körpers haben.

Am Ende hatte eine Bewohnerin noch eine ganz besondere Freude. Denn sie fand in einem Laden einen kleinen Löwen, den sie sich als Erinnerung an diesen Tag kaufte. Und wenn ich sie jetzt in den letzten Tagen im Seniorenheim getroffen habe, dann war Zimba immer dabei.

Tiere und Gemeinschaft tun der Seele gut. Und beides hatten wir im Überfluss an diesem Tag geschenkt bekommen.